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Vorfahren von Rupsch - Ernst

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Reise zu den Vorfahren bis ins 17. und  18. Jahrhundert
Es ließ ihm einfach keine Ruhe – er wollte und musste wissen, wo seine Vorfahren väterlicherseits in der Elchniederung gelebt hatten, wann und wo sie geboren waren. Vater Ernst Richard war 1904 bereits in Neumünster geboren, aber Großvater Julius August 1880 in Ibenberg und schon 1915 im 1. Weltkrieg gefallen. Mit der Zeit wurde er „süchtig“ nach alten Urkunden, nach Eintragungen in Kirchenbüchern – so wie andere Menschen nach Nikotin oder Alkohol. Nur, wie wir alle wissen, sind die Kirchenbücher aus der Elchniederung teilweise nicht mehr vorhanden, kriegsbedingt. Manche kann man in Archiven in Leipzig bzw. in Berlin einsehen, manche sind auch von den Mormonen seinerzeit fotokopiert worden. Aber es ist in jedem Fall ein mühseliges Unterfangen, als Familienforscher an neue Daten zu kommen – speziell aus dem nördlichen Ostpreußen. Für die Elchniederung allgemein hat sich Gaby Bastemeyer als Expertin erwiesen. Für den Familiennamen „ Rupsch“ ist das Herbert Rupsch, der schon seit Jahrzehnten in Ense-Bremen lebt. Seine Frau Lilli, mittlerweile über 80 Jahre alt, immer im Schlepptau, fährt er mit seinem Wohnmobil zu den Archiven im Land. Tagelang sitzen die beiden dann vor Lesegeräten und suchen nach „Rupsch“. Sind sie fündig geworden, werden die Eintragungen fotokopiert und zu Hause zu Papier gebracht. Wer solche alten Eintragungen schon mal gelesen hat, weiß, dass man da so manches Mal Rätsel lösen muss. Es hat sich herausgestellt, dass der Name „Rupsch“ in der Elchniederung sehr verbreitet war. Meine Mutter hatte immer behauptet, dass wir einen ganz seltenen Namen hätten – für das Flensburger Telefonbuch traf das zu ihren Lebzeiten zu. Ich habe mit fast allen Rupsch, die im Telefonbuch Deutschland eingetragen sind, telefoniert und festgestellt, dass sie oder ihre Vorfahren aus der Elchniederung stammen. Alle „Rupschus“ stammen aus dem Memelland um Heydekrug.
So bin ich auch mit denen über mehrere Jahrhunderte zurück verwandt, die das immer bestritten haben. Sie und ich haben es halt nicht besser gewusst.
Nur wenige sind in der glücklichen Lage, lückenlos Abschriften von Urkunden zu besitzen, die bis 1800 zurückgehen wie z. B. Hildegard Grabe geb. Rupsch. Freundlicherweise durfte ich mir von ihren Unterlagen Kopien machen.
Aber zurück zu Herbert Rupsch, dem eifrigen Familienforscher. Er hat schon für sehr viele Menschen Stammbäume angefertigt, auch für mich. Im letzten Jahr überraschte er mich mit Geburtseintragungen für die Geschwister meines Großvaters. Bisher war mir namentlich nur ein Bruder bekannt und das auch nur, weil mich vor etlichen Jahren eine Leserin des Heimatbriefes anrief und fragte, ob ich denn mit Emil Rupsch aus Neufrost verwandt sei. Wie sich herausstellte, war ihre Mutter eine Nichte meines Großvaters gewesen. Da mein Vater schon 1942 gefallen ist und die Großeltern 1945 umgebracht wurden, hatte ich über die väterliche Familie nicht so viel erfahren. Aus dem Fundus von Herbert Rupsch könnte so mancher noch etwas erfahren, der sich für den Familiennamen Rupsch interessiert.

Herbert Rupsch aus Ense-BremenSeitenanfang - top
Geschrieben von Siegrid Ernst geb. Rupsch, Kiel   Heimatbrief Nr. 51

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