Wappen des Kreises Elchniederung

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Die Kirche im Kreisort Heinrichswalde
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Bundesstra├če 1: Hinweisschild an der Grenze wurde neu gestaltet

Hinweisschild Bundesstra├če 1Aachen - ÔÇ×Blass und heruntergekommen hat es mit der Zeit ausgesehen, einfach nicht mehr sch├Ân“, sagte Karl-Heinz Kelch, Vorsitzender der Ostpreu├čen in Aachen. Von ihnen stammte auch die Idee, das Hinweisschild am deutsch-nieder- l├Ąndischen Grenz├╝bergang in Vaals an der Bundesstra├če 1 nach zehn Jahren zu ersetzen. Diese Erneuerung der ├Ąltesten Ost-West-Ver- bindung wurde durch die Kreisgemeinschaft Elchniederung gesponsert. ÔÇ×Als preu├čische Staatsstra├če verband die Reichsstra├če 1 Aachen mit Berlin und K├Ânigsberg. Sie f├╝hrte quasi bis zu unserer Heimat. Wir sind alle gerne Aachener, doch im Herzen sind wir alle Ost- und Westpreu├čen, erkl├Ąrte Karl-Heinz Kelch, als das neu gestaltete Schild jetzt vorgestellt wird. ÔÇ×Die B 1 ist Teil der l├Ąngsten West-Ost-Verbindung Europas. Die geographische und geschichtliche Bedeutung m├Âchten wir auch j├╝ngeren Generationen n├Ąher bringen, sagte der Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, J├╝rgen Zauner. Zahlreiche Vorsitzende aus ganz Deutschland sind angereist, um das neue Hinweisschild zu sehen. Annelies Kelch, Gattin des Aachener Vorsitzenden, verpflegt sie mit K├Ânigsberger Klopsen, holl├Ąndischem K├Ąse, Aachener Printen und Berliner Buletten, da alle ÔÇ×einen Teil der Bundesstra├če 1 darstellen“. Im Juli 1961 wurde das Schild erstmals aufgestellt und erinnerte zun├Ąchst an die ehemalige Reichsstra├če 1. Mit dem Schild und der Formulierung waren jedoch nicht alle B├╝rger einverstanden“, sagt Karl-Heinz Kelch. So wurde es mehrmals bespr├╝ht und abgeschraubt. 1999 wurde der Text schlie├člich mit Hilfe der Stadt und der RWTH Aachen neu verfasst und wieder angebracht. ÔÇ×Mit dem neuen Schild wird die Geschichte nun weitergeschrieben. Es bringt zum Ausdruck, dass man diese uralte Handelsstra├če nicht vergessen soll“, sagt Karl-Heinz Kelch und st├Â├čt zur Feier des Tages nach ostpreu├čischer Manier mit echtem Meschkinnes an.
Kreisvertreter Manfred Romeike (Aus Heimatbrief Nr. 50)

Wirtschaft   02. 02. 2010   Atomkraftwerk kurz vor Baubeginn

Atomkraftwerk-RagnitDie Gr├Â├če des zuk├╝nftigen AKW l├Ąsst sich an dessen Modell erahnen. Foto: I.S.

Sp├Ątestens Anfang M├Ąrz sollen Bauarbeiten am zuk├╝nftigen AKW bei Neman (ehem. Ragnit) in Angriff genommen werden - genauer: Lunino (ehem. Hohensalzburg), ca. 15 s├╝d├Âstlich von Ragnit.

Mit der Aushebung der Baugrube werden ortsans├Ąssige Firmen beauftragt. Die Situation auf dem einheimischen Arbeitsmarkt wird dadurch wesentlich verbessert: bis zu neuntausend Bewohner aus der Stadt und Umgebung k├Ânnen Arbeit bekommen. Diese Angaben wurden bei einer Zusammenkunft der Gebietsregierung mit Beamten der russischen Atomkraftbeh├Ârde, Rosatom, verlautbart.

Die Spezialisten von Rosatom kamen ins Gebiet Kaliningrad, um ortsans├Ąssige Baufirmen mit Anforderungen, die an technisch komplizierte, unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen zu errichtende Industrieobjekte wie AKWs gestellt werden, bekannt zu machen.

Zur Information: Planungen zufolge soll der erste Energieblock des AKW Baltijskaja schon 2016, der zweite 2018 ans Netz gehen. Die Ros-atom-Spezialisten sind ├╝berzeugt, dass durch die Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Baltijskaja nicht nur der Eigenbedarf des Gebietes an Strom voll gedeckt wird, sondern auch die Wirtschaft der Region einen m├Ąchtigen Entwicklungsimpuls erfahren soll.

Es k├Ânnen davon in erster Linie solche Wirtschaftszweige wie Bauindustrie, Kfz-, Schiffs- und Eisenbahnverkehr profitieren. Es ist offensichtlich, dass mit dem AKW auch neue Arbeitspl├Ątze entstehen und im Gebiet ans├Ąssige Firmen neue Auftr├Ąge erhalten werden. Abgesehen von Arbeitskr├Ąften, die w├Ąhrend der Bauphase besch├Ąftigt werden, sollen noch ca. 2.400 Menschen als Personal des Kernkraftwerkes einen stabilen und gut bezahlten Job bekommen. Eine neue Stadt mit 30.000 Bewohnern soll ebenfalls gebaut werden. Der Lohn der sog. “Atomschiki” wird durchschnittlich 40.000 Rubel/Monat (~ 950 ÔéČ) betragen. Der Durchschnittslohn in Kaliningrad betr├Ągt ~ 21.000 Rubel/Monat.

Des weiteren sollen bis zu mehreren Hundert anderer Fachleute zu regelm├Ą├čigen technischen ├ťberholungen von Maschinen und Anlagen des Kernkraftwerkes herangezogen werden, so die Pressestelle der Gebietsregierung.
Aus: Nachrichten aus Kaliningrad Nr. 2 - Februar 2010 - 18. Jahrgang - K├Ânigsberger Express

Bericht zum Regionaltreffen der KG Kreis Elchniederung, Tilsit-Ragnit sowie der Stadtgemeinschaft Tilsit
am 24.04.2010 im Hotel “Haus Union” in Oberhausen.

Am Samstag, dem 24.04.2010, fand ein Nachbarschafts-Treffen der Heimatkreise Elchniederung, Tilsit-Ragnit und Stadtgemeinschaft Tilsit im Ruhrgebiet statt.

Wir, die Elchniederunger, hatten uns f├╝r den Westen der Republik entschieden; das war richtig, wie die stattliche Besucherzahl von 190 Personen, davon 76 Elchniederunger, ausdr├╝ckt. Zuerst erfolgte ein musikalischer Auftakt und die Totenehrung. Danach konnten die Kreis-bzw. Stadtvertreter die Landsleute begr├╝├čen mit Schilderungen ├╝ber die jetzige Situation in der ehemaligen Heimat. Der Ossian-Chor unter der Leitung von Herrn Brosch trug gekonnt einige sch├Âne Lieder vor und erhielt starken Beifall.
Der Landesvertreter der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, Herr J├╝rgen Zauner, hielt dann seinen Vortrag. Anschlie├čend sang noch einmal der Chor. Es folgte das Mittagessen und viele anregende Gespr├Ąche.
Sp├Ąter stellte die B├╝rgermeisterin von Oberhausen, Frau Albrecht-Mainz, ihre Stadt vor.
Nach den Schlussworten des Kreisvertreters der Elchniederung, Manfred Romeike, und dem Ostpreu├čenlied ging der sch├Âne Tag unter Landsleuten mit vielem Plachandern zu Ende.
Manfred Romeike

Festakt zum 60. Jahrestag der Charta der  Heimatvertriebenen

In Stuttgart haben die deutschen Heimatvertriebenen mit einem  Festakt an die Verabschiedung ihrer Charta vor 60 Jahren erinnert.  Vertriebenen-Pr├Ąsidentin Steinbach w├╝rdigte die Bedeutung des Dokuments  f├╝r die friedliche Entwicklung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg.  Zugleich forderte sie erneut, den 5. August zu einem 'Nationalen  Gedenktag f├╝r die Opfer der Vertreibung' zu machen. Bundestagspr├Ąsident  Lammert betonte, die Charta sei von historischer Bedeutung. Sie habe  innenpolitisch radikalen Versuchen den Boden entzogen und au├čenpolitisch den Kurs der Einigung und Vers├Âhnung vorbereitet. An der Feier nahmen  auch Innenminister de Maizi├Ąre und Vizekanzler Westerwelle teil.

Gewaltloses Streben nach  Gleichberechtigung

Die Pr├Ąsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, erinnerte  bei MDR INFO an die Bedeutung der Charta und die fast ├ťbermenschliche  Leistung, die die Vertriebenen damit erbracht h├Ątten. Mit der Charta  h├Ątten sie zum friedlichen Wiederaufbau beigetragen. Zugleich erneuerte  Steinbach die Forderung ihres Verbandes, den 5. August zum Gedenktag f├╝r Vertriebene zu erkl├Ąren. Die Vertriebenen h├Ątten ihn verdient, weil sie sich um Deutschland verdient gemacht h├Ątten.

Streit um nationalen Gedenktag

Im Gegensatz dazu sprach sich Bundestagspr├Ąsident Norbert Lammert gegen  einen nationalen Gedenktag f├╝r die Opfer der Vertreibungen aus. Der  CDU-Politiker sagte im RBB-Inforadio, er halte das Anliegen zwar nicht  von vornherein f├╝r unberechtigt. Es gebe jedoch inzwischen so viele  routinem├Ą├čige Jahrestage, dass der eigentliche Zweck solcher Gedenktage  damit eher versperrt als wirklich akzentuiert werde.

Linke und Gr├╝ne kritisieren Charta

Gr├╝ne und Linke im Bundestag nutzten den Jahrestag zur Kritik. Der  Parlamentarische Gesch├Ąftsf├╝hrer der Gr├╝nen, Volker Beck, sagte, die  Erkl├Ąrung sei historisch einseitig. Sie beschr├Ąnke die Problematik zu  sehr auf das Schicksal der deutschen Vertriebenen. Die Innenexpertin der Linken, Ulla Jelpke, sprach von einem "Dokument des Revanchismus". Ein  Bekenntnis zu Vers├Âhnung und Frieden sei nur schwer herauszulesen. Die  Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg und der Holocaust w├╝rden  komplett verharmlost.
Sie k├Ânnen in fast jeder Tageszeitung Artikel mit W├╝rdigungen, Kommentaren, Kritiken finden. Hiermit sei nur grunds├Ątzlich daran erinnert, dass diese Charta bereits vor 60 Jahren beschlossen und ver├Âffentlicht wurde.

Freitag, 10.12.2010
Neuer Checkpoint: Kaliningrad r├╝ckt n├Ąher an Europa
Ein Monument an der Schengen-Grenze: Das neue Grenzterminal Mamonowo-2 (Foto: TV/.rufo)
 Kaliningrad. Im Gebiet Kaliningrad ist der neue Grenz├╝bergang  Mamonowo-2 er├Âffnet worden. Der moderne Komplex soll die langen  Wartezeiten an der Grenze zwischen Russland und der EU k├╝nftig deutlich  verk├╝rzen.
Mamonowo-2 soll die Belastung der drei bestehenden Grenz├╝berg├Ąnge  zwischen Russland und Polen deutlich senken. Bislang mussten die  Kaliningrader oft stundenlang im Stau vor der Grenze stehen, um nach  Polen zu kommen. Am neuen Grenz├╝bergang, ausgestattet mit der modernsten Technik, geht es zumindest bislang noch ohne gr├Â├čeres Anstehen.
18 Jahre f├╝r Realisierung des Grenz├╝bergangs
Der  Grenz├╝bergang ist ein Gemeinschaftsprojekt von EU und Russland. Lange  hat es gedauert, ehe das Projekt realisiert wurde. Die ersten Pl├Ąne  daf├╝r wurden schon 1992 aufgestellt. Doch bis 2006 hat es gedauert, ehe  die Bauarbeiten ├╝berhaupt begonnen haben. 2008 wurde der Grenz├╝bergang  auf polnischer Seite fertig gestellt, nun ist auch Russland fertig.
Beide Seiten haben je etwa 13 Mio. Euro zur Finanzierung beigetragen.  Daf├╝r wurde ein gigantischer Komplex errichtet, der sogar ├╝ber eine  eigene W├Ąrme- und Stromversorgung verf├╝gt.
24 Spuren f├╝r Abfertigung
F├╝r die staugeplagten Autofahrer  d├╝rften aber speziell die 24 Spuren, die eine Abfertigung von 4.000  Fahrzeugen pro Tag erm├Âglichen, ein sichtbarer Beweis daf├╝r sein, dass  das Geld gut angelegt ist. Immerhin ist die Abfertigungskapazit├Ąt von  Mamonowo-2 dreimal so hoch wie in Bagrationowsk, der bislang als gr├Â├čter Grenz├╝bergang zwischen Russland und Polen galt.
Schlagloch-Slalom auf der alten Reichsautobahn
K├╝nftig sollen ├╝ber Mamonowo-2 50 Prozent des gesamten G├╝ter- und  Personenverkehrs zwischen beiden L├Ąndern abgewickelt werden Daf├╝r muss  allerdings noch die Qualit├Ąt der Stra├če im Gebiet Kaliningrad selbst  verbessert werden.
Dabei handelt es sich um die Jahrzehnte lang im Dornr├Âschen-Schlaf  liegende ehemalige “┬Ç┬×Reichsautobahn Berlin” - ┬Ç“K├Ânigsberg”, die bislang von  der Grenze unterbrochen war. Das letzte Teilst├╝ck vor der Grenze ist  zwar gut asphaltiert, doch 15 Kilometer hinter dem Terminal endet der  glatte Asphalt und die Autofahrer erwartet ein Schlagloch-Parcours.

Kaliningrads Gouverneur Nikolai Zukanow verspricht allerdings auch hier Besserung. ├ó┬Ç”Die Stra├če wird zweifellos  repariert. Au├čerdem besprechen wir jetzt die Reparatur der so genannten  Berliner Br├╝cke ├╝ber den Pregel. Es wird ein Auftragnehmer ausgew├Ąhlt  und innerhalb von drei Jahren wird die Br├╝cke gebaut”, sagte der  Gouverneur.
Entnommen aus Kaliningrad-Aktuell (siehe Externe Links)

Holocaust-Denkmal in Jantarny er├Âffnet

In den Himmel gestreckte H├Ąnde erinnern am Ostseestrand von Palmnicken an das Massaker von 1945. (Foto: vesti.ru)Kaliningrad. Das Massaker von Palmnicken (heute Jantarny) war eines der letzten Nazi-Gr├Ąuel im Zweiten Weltkrieg. Erst ├╝ber 60 Jahre nach Kriegsende wurde nun ein Monument an der Stelle des Verbrechens aufgestellt.
H├Ąnde, die sich gen Himmel recken und verzweifelt versuchen, sich am Leben festzuklammern: Das mehrere Meter hohe steinerne Denkmal des aus Danzig stammenden israelischen Bildhauers Frank Meisler symbolisiert den verzweifelten ├ťberlebenskampf von ├╝ber 3.000 j├╝dischen KZ-H├Ąftlingen, die in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1945 von SS-Wachleuten am Ostseestrand von Palmnicken ermordet wurden.
Neben Meisler nehmen an der Trauerzeremonie u. a. Russlands Oberrabbiner Berl Lasar, Kaliningrads Gouverneur Nikolai Zukanow, aber auch deutsche, polnische und litauische Vertreter aus Kultur und Politik teil.
ÔÇ×Weder k├Ânnen wir noch haben wir das Recht, dieses grausige Verbrechen, das vor 66 Jahren geschehen ist, zu vergessen“, erkl├Ąrt Zukanow. Dabei schien es jahrzehntelang so, als sei diese Untat tats├Ąchlich vergessen worden.

Gnadenloser Todesmarsch ans Eis der Ostseek├╝ste

Als die Rote Armee Ende 1944 an die deutschen Reichsgrenzen vorstie├č, mussten Tausende Arbeitssklaven, herbeigeschafft aus dem KZ Stutthof, in Ostpreu├čen Gr├Ąben schanzen. Das sollte den Vormarsch der sowjetischen Truppen verlangsamen. Als die sowjetische Offensive begann, wurden die ostpreu├čischen Au├čenlager des KZ Stutthof aufgel├Âst.
├ťber 5.000 machten sich von K├Ânigsberg, dem heutigen Kaliningrad, auf einen Todesmarsch Richtung Ostseek├╝ste. Wer bei der eisigen K├Ąlte nicht Schritt halten konnte, stolperte oder sich nach dem Schnee b├╝ckte, um zu trinken, wurde von den Wachmannschaften gnadenlos erschossen.

Opfer des Massakers sind junge j├╝dische Frauen


Die meisten der Opfer waren junge j├╝dische Frauen zwischen 18 und 40 Jahren. Etwas mehr als 3.000 – die genaue Zahl ist bis heute nicht bekannt – kamen wohl am 26. Januar zerlumpt, verfroren und halbverhungert in Palmnicken an. Eine Verpflegung war nicht vorgesehen, die SS-Trupps wollten sie lebendig in einem Bernsteinbergwerk einmauern.

Doch unerwartet regt sich Widerstand in der Gemeinde: Paul Feyerabend, Reservemajor aus dem Ersten Weltkrieg und Direktor der Staatsg├╝ter, die zum Bernsteinwerk geh├Âren, will den Massenmord verhindern. Die Frauen k├Ânnen in der Werksschlosserei ├╝bernachten. Feyerabend l├Ąsst Essen an die Gefangenen verteilen.

Mit Maschinengewehrsalven ins Meer getrieben

Solange er lebe, werde es in Palmnicken kein zweites Katyn geben, erkl├Ąrt er. Die SS-Truppen f├╝gen sich nur zeitweise. Feyerabend wird unter einem falschen Vorwand mit seinen Reservisten an die Front geschickt. Die Wachmannschaften haben nun freie Hand: In der Nacht treiben sie die Gefangenen an den Ostseestrand und jagen sie mit Maschinengewehr-Salven ins eisige Meer.
Nicht alle Frauen sterben sofort. Viele werden in der Nacht nur angeschossen und qu├Ąlen sich noch tagelang, andere ertrinken zwischen den Eisschollen oder erfrieren. Nur 21 Menschen ├╝berleben das Massaker von Palmnicken.

Ein vergessenes Verbrechen

Zwei Wochen sp├Ąter ist die Rote Armee da. Der neue sowjetische Kommandant verspricht, der Ermordeten st├Ąndig zu gedenken. Die deutschen Einwohner Palmnickens m├╝ssen die Leichen per Hand in ein Massengrab umbetten. Doch als die Deutschen 1948 aus der Gegend vertrieben werden, ger├Ąt auch die Geschichte der j├╝dischen Frauen in Vergessenheit.
Als Bernsteingeologen in den 60er Jahren am Strand auf Gebeine sto├čen, nehmen sie an, es handle sich um sowjetische Soldaten. Es wird ein Gedenkstein ÔÇ×Ewiger Ruhm den Helden“ aufgestellt und es werden vier Birken gepflanzt.

Augenzeuge bringt vergessenes Unrecht wieder ans Licht

Erst in den 90er Jahren wird das lange vergessene Massaker wieder aufgerollt: Martin Bergau, ein zur Tatzeit 16j├Ąhriger Augenzeuge der Nazi-Verbrechen, hat die Erlebnisse in seinem Buch ÔÇ×Der Junge von der Bernsteink├╝ste“ verarbeitet.
Bei einem Besuch seiner alten Heimat kl├Ąrt er auch die Beh├Ârden ├╝ber das Massengrab auf. Es dauert noch einmal ├╝ber zehn Jahre, ehe nun ein Denkmal an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Auch Bergau ist bei der Er├Âffnung des Monuments dabei.

Aus Russland-Aktuell
Montag, den 31.01.2011      
                       http://www.kaliningrad.aktuell.ru/

Unser Kirchspielvertreter Dr. G├╝nter Spilgies regt ausgehend von obiger Meldung ├╝ber die Einweihung des Holocaustdenkmals in Palmnicken/Jantarny eine Diskussion zur “Charta der deutschen Heimatvertriebenen” an. Hierzu ├Ąu├čerte er seine Meinung wie folgt:
Zum Massaker in Palmnicken.
Diese Thema hat mich schon mehrmals interessiert. Erstens weil ich dort ganz in der N├Ąhe gewesen sein muss, als das passierte. Am 26. Januar 1945 waren die Russen bis an das Frische Haff n├Ârdlich von K├Ânigsberg vorgedrungen und hatten damit den Fluchtweg zwischen K├Ânigsberg und Pillau abgeschnitten. Meine Mutter mit 5 Kindern und Gro├čeltern wurden in Nautzwinkel am Frischen Haff im Samland mit anderen Dorfbewohnern auf dem Dorfplatz zusammengetrieben und in tiefem Schnee in der Nacht nach Metgethen getrieben, dort haben wir das ber├╝chtigte Massaker in Metgethen erlebt und ├╝berlebt. Der Weg nach Pillau wurde sp├Ąter von Deutschen Milit├Ąr wieder freigek├Ąmpft. Wir bewegten uns immer hinter der russischen Front. Es gelang uns aber nicht, wieder in deutsch besetztes Gebiet zu gelangen, so dass wir erst im Oktober oder November 1948 Ostpreu├čen verlassen konnten.

Ich frage mich immer, was hat die KZ-Aufseher, offensichtlich noch in ausreichender Mannschaftsst├Ąrke, angetrieben, diesen Elendszug bis an die saml├Ąndische Steilk├╝ste gewaltt├Ątig zu begleiten. Es gab doch wichtigere Dinge zu tun, entweder den Weg nach Pillau freizuk├Ąmpfen, um das eigene Leben zu retten, oder sich den fliehenden Massen nach Pillau anzuschlie├čen. Angeblich erhielt das Verbrechen an der Samlandk├╝ste mit dem Buch von Martin Bergau "Der Junge von der Bernsteink├╝ste", erschienen 1994, erst in den 90er Jahren eine begrenzte ├ľffentlichkeit. Das stimmt so nicht. V├Âllig ├╝bersehen, auch von der Wochenzeitung "Die Zeit", wird das Buch "Wenige" von Michael Horbach, erschienen 1964 im Kindler-Verlag. Dort ist das Massaker bis in viele Einzelheiten beschrieben. Das Massaker von Palmnicken ist bereits in den 50er Jahren in der Jerusalemer Gedenk- und Forschungsstelle dokumentiert. Nach dem Erscheinen des Artikels "Endl├Âsung am Bernsteinstrand" in "Die Zeit" Nr. 45 vom 2. Nov. 2000 haben wir einen Leserbrief an "Die Zeit" geschrieben, auf das Buch von Horbach hingewiesen und die Frage gestellt, was denn die Anw├╝rfe gegen das "Ostpreu├čenblatt" beabsichtigen. Unser Leserbrief wurde in der "Zeit" nicht ver├Âffentlicht und wir haben auch keine Antwort erhalten. Mitten im Text des Zeit-Artikels steht pl├Âtzlich der Satz: "Die aus dem Bundeshaushalt unterst├╝tzte Landsmannschaft Ostpreu├čen und ihr Ostpreu├čenblatt haben bis heute jede Kenntnisnahme verweigert und Berichte ├╝ber das Massaker nicht in ihr Archiv aufgenommen". Und am Ende des Artikels steht: Und vielleicht, vielleicht wird eines Tages sogar das Ostpreu├čenblatt den Mut finden, seinen Lesern zu berichten, was in der Nacht des 31. Januar am Palmnicker Bernsteinstrand geschah. Diese versteckten Angriffe gegen die "Ostpreu├čen" macht mich w├╝tend, als ob "die Ostpreu├čen" das Massaker begangen h├Ątten.

Zu "Charta der deutschen Heimatvertriebenen"
Anfang August erschien in www.welt-online.de ein Artikel von Ralph Giordano:
Vertreibung - und davor?
Die "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" ist kein Dokument der Vers├Âhnung, sondern der Verdr├Ąngung. Wir sollten uns von ihr verabschieden, (siehe hier)

In fast identischem Wortlaut ist der Artikel unter dem Titel "Verr├Ąterische Leerstelle" bereits vor einem Jahr in der Zeitschrift "J├╝dische Allgemeine", 05.08.2010, Ausg.31 erschienen. Offensicht haben der Artikel in der ersten Ver├Âffentlich und auch eine Erwiderung von Rolf Josef Eibicht keine ausreichende Resonanz erreicht. Deshalb startete Ralph Giordano einen neuen Versuch in der "Welt". Die Frage ist, wen will Giordano mit seinem Artikel angreifen oder treffen? Die Vertriebenen? Vielleicht nach dem Motto: Die Vertriebenen sind selbst schuld an der Vertreibung, wie das zur Zeit eine gern ge├╝bte Praxis ist, denn die Vertriebenen sind in der Masse heute keine ernst zu nehmende W├Ąhlerschaft mehr, damit ein geeignetes Ziel, um Profil zu gewinnen.
 
Die Pr├Ąsidentin des Bundes der Vertriebenen hat eine moderate Erwiderung verfasst (siehe hier).


F├╝r unsere Leser haben wir beide Artikel  nachfolgend eingef├╝gt, damit Sie sich eine eigene Meinung bilden bzw. Entscheidung treffen k├Ânnen, zur Diskussion in Bad Nenndorf oder auf dieser Homepage.

Vertreibung - und davor?

Die "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" ist kein Dokument der Vers├Âhnung, sondern der Verdr├Ąngung. Wir sollten uns von ihr verabschieden.   Von Ralph Giordano


Am 5. August 1950, also vor 61 Jahren, wurde im Wei├čen Saal des Stuttgarter Neuen Schlosses auf einer Kundgebung in Anwesenheit von Mitgliedern der ersten Bundesregierung, der Kirchen und der Landesparlamente eine Urkunde aus der Taufe gehoben. Seither wird sie fast unisono gepriesen als "wegweisendes Dokument der deutschen Nachkriegsgeschichte", "beeindruckendes Zeugnis menschlicher Gr├Â├če und Lernf├Ąhigkeit", kurz als "document humaine von historischem Gewicht": die "Charta der deutschen Heimatvertriebenen".

Tats├Ąchlich ist sie ein klassisches Zeugnis deutscher Verdr├Ąngungsk├╝nste, ein Paradebeispiel geschichtlicher Selbstentsorgung. Findet sich in ihrem Text doch kein Wort von dem, was der Vertreibung vorangegangen war - als habe sie in einem historischen Vakuum stattgefunden. Die apokalyptische Vorgeschichte der Vertreibung wird ausgeblendet. Dabei rauchten 1950 die Massengr├Ąber noch, waren die Wunden, die der deutsche Angriff auf Europa geschlagen hatte, noch frisch. Wer aber nach ihren Urhebern sucht, der fahndet vergebens. Die "Charta" kappt jede Kausalit├Ąt zwischen Ursache und Wirkung, ignoriert die Chronologie des Schreckens und exkulpiert damit die Prim├Ąrverantwortlichen f├╝r Vertreibung und Heimatverlust - Hitler und das nationale Kollektiv seiner Anh├Ąnger.

Die Ber├╝hrungs├Ąngste gegen├╝ber der Nazizeit sind mit H├Ąnden zu greifen. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, wer damals dem Bund der Vertriebenen (BdV) aktiv angeh├Ârte und oft genug das gro├če Wort f├╝hrte - erkl├Ąrte Antisemiten, bekennende Revanchisten, ehemalige SS-Sturmbannf├╝hrer, sogenannte Volksgruppenf├╝hrer, einstige "Umsiedlungskommissare", ja, Mitarbeiter der Berliner Mordzentrale Reichssicherheitshauptamt - eine unvollst├Ąndige Liste.

Verst├Ârend die Dreistigkeit, mit der sich damals schwer belastete Anh├Ąnger des Naziregimes im BdV tummeln konnten. Was Wunder also, dass in der "Charta" jeder Hinweis auf deutsche Verbrechen fehlt. Eine Gruppe taucht in ihr ├╝berhaupt nicht auf - die Vertriebenen der ersten Stunde, also die irrt├╝mlicherweise Emigranten genannten vor allem j├╝dischen Deutschen, die nach 1933 aus berechtigter Furcht um Leib und Leben geflohen waren. Bezeichnenderweise ist den V├Ątern der "Charta" der Gedanke an sie gar nicht erst gekommen. Der Blick der Verfasser ist ausschlie├člich auf deutsches Leid begrenzt. Was in zwei Kerns├Ątzen der "Charta" kulminiert. Der eine:
"Die V├Âlker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom Leid der Zeit am schwersten Betroffenen empfinden." Am schwersten? K├Ânnen da vielleicht auch ├ťberlebende mithalten, die ihre Familien im Gas verloren hatten, Juden, Polen, Sinti und Roma? Welche Arithmetik liegt dieser Selbsterh├Âhung zugrunde, wie wird hier ge- und verrechnet? Aber es kommt noch schlimmer, mit dem zweiten Kernsatz: "Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung."

Was, um Himmels willen, soll das hei├čen? Darf man fragen, wer da von deutscher Rache und Vergeltung verschont geblieben ist? Und wie sie sich
ge├Ąu├čert h├Ątte, wenn nicht hochherzig auf sie verzichtet worden w├Ąre? Noch einmal einschlagen auf die Bev├Âlkerung von L├Ąndern, die gerade von
deutscher Herrschaft befreit worden waren? Die Wahrheit: Hier wird auf etwas "verzichtet", was gar nicht ausf├╝hrbar gewesen w├Ąre, wird ein realit├Ątsfernes Konstrukt aufgez├Ąumt, dessen einziger Sinn darin besteht, die hohe Moralit├Ąt seiner Erfinder zu preisen. Das, und nichts anderes, steckt hinter dem stets im Brustton gro├čm├╝tigen Verzeihens vorgetragenen Gewaltverzicht, der Deutschland zum Gl├Ąubiger, gerade entokkupierte L├Ąnder aber zu Schuldnern der Geschichte machen will. Dieser von innerer Unaufrichtigkeit gezeichnete "Verzicht" ist der eigentliche Skandal der "Charta".

Stiehlt Kritik an ihr nun den Vertriebenen etwas von dem ungeheuren Leid, das ihnen widerfahren ist? Nat├╝rlich nicht! Auch heute noch machen einen die Bilder von 1945 fassungslos: Menschen mit kleiner Habe unterwegs, weg vom geliebten Zuhause; Menschen verpr├╝gelt, niedergeschlagen und im Winter auf offene G├╝terwagen verladen, darunter Kinder, die entsetzt in die Welt verfeindeter Erwachsener blicken; ein Fresko aus Schmerz, Verzweiflung und Tod. Ich will jedes Recht haben, auch ├╝ber deutsches Leid zu weinen, ohne mich deshalb sch├Ąmen zu m├╝ssen. Was den Strom meiner Tr├Ąnen nicht um eine mindert, die ich vergossen habe und bis an mein Ende vergie├čen werde ├╝ber die Kinder des Holocaust.

Kein Verbrechen von Deutschen rechtfertigt Verbrechen an Deutschen. Die heutigen Staatsm├Ąnner in Mittel- und Osteuropa w├Ąren deshalb gut beraten, auch da nicht zur├╝ckzuschrecken, wo die Geschichte des eigenen Landes nach 1945 nun ihrerseits Gegenstand schmerzhafter Aufarbeitung wird. Aber: Keine Geschichte der Vertreibung ohne ihre Vorgeschichte, und keine Vorgeschichte der Vertreibung ohne ihre Geschichte - die Humanitas ist unteilbar. Dieses Prinzip ist von den Verfassern der "Charta" vors├Ątzlich missachtet worden. Deshalb muss sie mehr als 60 Jahre danach endlich ├╝berdacht und aus der Ecke blinder Verdr├Ąngung in eine aufgewecktere Gegenwart transponiert werden. Was also wird mit dem 5. August 2011? Wieder nur die tradierte Lobpreisung, das dr├Âhnende Schweigen ├╝ber die Vorgeschichte, mit dem Tenor "Deutschland - das eigentliche Opfer der Geschichte"?

Nach meiner Kenntnis steht die heutige F├╝hrung des BdV auf einem anderen Bewusstseinsstand als die von 1950. "Hitler hat die B├╝chse der Pandora ge├Âffnet" und "Der Holocaust ist ein singul├Ąres Verbrechen, gegen das die Vertreibung nicht aufgerechnet werden kann". Das hat niemand anderer gesagt als die Pr├Ąsidentin des BdV, Erika Steinbach. Zu einer Distanzierung von der "Charta" hat man sich aber noch nicht durchgerungen. Ohne diesen Quantensprung bleibt das "Grundgesetz der Vertriebenen" jedoch, was es seit ├╝ber 60 Jahren ist: ein Hemmnis auf dem Wege zur Vers├Âhnung.
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13525166/Vertreibung-und-davor.html

WELT: Steinbach antwortet auf Giordano-Kommentar vom 10. 08. 2011

F├╝r ein geeintes Europa    Gastkommentar von Erika Steinbach

Die Charta der Heimatvertriebenen ist ein Dokument der Vers├Âhnung. Es gibt darin weder Schuldzuweisungen noch Aufrechnung. Wohl ist es wahr,dass niemand ein Recht auf "Rache und Vergeltung" hat. Das unterstreiche ich nachdr├╝cklich. Aber dieser Satz war von den wenigen Autoren an das Millionenheer der Vertriebenen als Botschaft, als Mahnung gerichtet. Er  hatte in der damaligen Zeit einen tiefen Sinn. Wie sah denn Deutschland und die Lage der Heimatvertriebenen 1950, im Jahr der Verk├╝ndigung der Charta, aus? Das Land lag noch weitgehend in Tr├╝mmern. Zu den obdachlosen und hungernden Einheimischen waren in den Westen Deutschlands bis zu diesem Zeitpunkt achteinhalb Millionen Vertriebene gekommen. Ohne jede Habe und zutiefst traumatisiert. Abgelehnt und h├Ąufig genug geschm├Ąht von den Einheimischen. Die  Proklamation der Charta am 5. August 1950 war die erste gemeinsame politische Willenserkl├Ąrung der Vertriebenen. Politik und Medien sahen dieser Veranstaltung mit Spannung, aber auch mit Sorge entgegen. Es gab Bef├╝rchtungen, dass sich die Entwurzelten radikalisieren k├Ânnten.

"Die Verzweiflung der Vertriebenen ist nicht zu beschreiben", berichtete die "Neue Z├╝rcher Zeitung". Sie habe sich nur deshalb noch nie in Verzweiflungsakten ge├Ąu├čert, weil sie gepaart sei mit einer aus Hoffnungslosigkeit geborenen Apathie. Ruhe und Ordnung seien jedoch nur unter einer d├╝nnen Decke bewahrt, die jederzeit brechen k├Ânne. Dieser Befund beschrieb die Realit├Ąt. Der ├╝berwiegende Teil der Vertriebenen fristete zu dieser Zeit das Leben in Lagern und Notunterk├╝nften. ├ťber ein Drittel der Arbeitsf├Ąhigen war ohne Arbeit, ein weiteres Drittel berufsfremd oder als Hilfsarbeiter weit unter eigener Qualifikation t├Ątig. Zu diesem Zeitpunkt, im Jahre 1950, waren sie offenkundig die "vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen" in Deutschland. Umgeben von weitgehender Mitleidlosigkeit. Die Menschen begannen die Geduld zu verlieren. Der offensive, so sehr kritisierte Satz "Wir verzichten auf Rache und Vergeltung" war nicht nur eine Botschaft nach au├čen, sondern vielmehr noch eine Aufforderung nach innen. Er war an die Schicksalsgef├Ąhrten selbst gerichtet, solche Gef├╝hle im Herzen nicht wachsen zu lassen, ihnen zu widerstehen.

Dieser Botschaft ist der Satz angef├╝gt: "Dieser Beschluss ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im Besonderen das letzte Jahrzehnt ├╝ber die Menschheit gebracht hat." In diesen Worten sind alle Menschen aller V├Âlker umfangen. Wer auch immer beklagt, dass die Opfer des Nationalsozialismus ausgeblendet seien, hat diesen Satz ├╝berlesen.

Die wegweisende, ihrer Zeit vorauseilende Botschaft der Vertriebenen damals aber war das postulierte Engagement f├╝r ein friedliches und geeintes Europa. "Wir werden jedes Beginnen mit allen Kr├Ąften unterst├╝tzen, das auf die Schaffung eines geeinten Europa gerichtet ist, in dem die V├Âlker ohne Furcht und Zwang leben k├Ânnen. Wir werden durch harte, unerm├╝dliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas" ist als Selbstverpflichtung postuliert.

Erika Steinbach ist seit 1998 Pr├Ąsidentin des Bundes der Vertriebenen. Sie antwortet auf einen Essay des Publizisten Ralph Giordano, den wir am
4. August auf dieser Seite ver├Âffentlich haben. 
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13536128/Fuer-ein-geeintes-Europa.html

                                         Landsmannschaft Ostpreu├čen, Landesgruppe M-V
                                  17389 Anklam, Hirtenstr. 7a, Tel. 09371 - 245 688

 

                                                                   Presseinformation  

                                                                    Tag der Ostpreu├čen
                              Besucher-Rekord beim 17. Landestreffen der Ostpreu├čen in Schwerin
Schwerin – Drau├čen an den Masten wehten einladend gro├če Ostpreu├čen-Fahnen - und drinnen umarmten sich die Menschen: Zum 17. Landestreffen der Ostpreu├čen am  29. September 2012 waren fast 2.400 Besucher in die gro├če Sport- und Kongresshalle nach Schwerin gekommen, mehr als je zuvor. Die Stadt war vor 16 Jahren bereits Gastgeberin der ersten landesweiten Veranstaltung, die im j├Ąhrlichen Wechsel auch in Neubrandenburg und Rostock stattfindet. Die Organisatoren hatten zuvor ca. 70 Zeitungen angeschrieben und ├╝ber 2.500 Einladungen verschickt. Zahlreiche Vorank├╝ndigungen waren auch in den Heimatbriefen der ostpreu├čischen Kreisgemeinschaften erschienen. Erfreulich war, dass der NDR die Veranstaltung filmte und am Abend einen Kurzbericht im Nordmagazin ausstrahlte. F├╝r einen reibungslosen Ablauf sorgten 30 ehrenamtliche Helfer aus Anklam, Schwerin und Neubrandenburg. Viele G├Ąste reisten gruppenweise an - drei Busse kamen allein aus Anklam und Umgebung und je ein Bus aus Wismar, Oranienburg und Hamburg. Dicht an dicht reihten sich die Pkw auf den Parkpl├Ątzen, selbst Kennzeichen aus Leipzig, Augsburg, Stuttgart und K├Âln waren darunter. Die Teilnehmerlisten belegten, dass Ostpreu├čen aus allen 16 Bundesl├Ąndern gekommen waren, ├╝ber 400 davon zum ersten Mal.  HambSo f├╝llte sich die gro├če Halle bald bis zum letzten Platz. Trotz Maximalbestuhlung fanden Sp├Ątank├Âmmlinge nur noch auf den R├Ąngen eine Sitzgelegenheit. Ganz selbstverst├Ąndlich steuerten die Besucher ihren Pl├Ątzen zu. Denn die Tische waren wieder mit anderthalb Meter gro├čen selbstgefertigten Tafeln aller 40 ostpreu├čischen Heimatkreise ausgeschildert - von Memel bis Neidenburg, von Fischhausen bis Goldap. Die dazugeh├Ârigen Anwesenheitslisten lagen gleich daneben; so konnten sich die Landsleute anhand der Eintragungen leicht finden.

Feierstunde
Zum Auftakt intonierte das Wehrbereichsmusikkorps Nr. 1 Neubrandenburg einen Festmarsch. Von den Landsleuten mit stehendem Applaus begr├╝├čt, zogen die Fahnen aller ostpreu├čischen Heimatkreise in die Halle ein. Es sind zum Teil Geschenke der heutigen polnischen, russischen und litauischen Verwaltungen in Ostpreu├čen, welche die alten deutschen Wappen wieder verwenden. Sichtlich erfreut ├╝ber den Rekordbesuch, er├Âffnete der Landesvorsitzende der Ostpreu├čen, Manfred Schukat, das Jubil├Ąumstreffen zum 20-j├Ąhrigen Bestehen der Landsmannschaft in Mecklenburg-Vorpommern und begr├╝├čte alle Landsleute und Ehreng├Ąste auf das herzlichste, darunter etliche Heimatkreisvertreter. Das geistliche Wort sprach Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preu├čen aus Oranienburg, Ur-Urenkel des letzten deutschen Kaisers, ├╝ber den treffenden Bibeltext: ÔÇ×Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuk├╝nftige suchen wir.“ (Hebr├Ąer 13, 14). Der bedeutendste Heimatlose, Jesus Christus, hat durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen f├╝r uns den Weg in die himmlische Heimat, zu Gott gebahnt. Pfarrer Philip von Preu├čen sprach mit den Ostpreu├čen das Vaterunser und sang den Kanon ÔÇ×Meine Hoffnung und meine Freude“. Zum Totengedenken mit dem ergreifenden Gedicht von Agnes Miegel ÔÇ×Es war ein Land“ und dem Choral ÔÇ×Wohin soll ich mich wenden“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert erhoben sich die Teilnehmer und stimmten danach gemeinsam in das Ostpreu├čenlied ein. Es folgten die offiziellen Gru├čworte und Ansprachen der Ehreng├Ąste: Justizministerin Uta-Maria Kuder, zugleich Schirmherrin und F├Ârderin des Landestreffens, begr├╝├čte es, dass die Erinnerung an die Heimat lebendig bleibt, denn sie ist ein Teil der deutschen Geschichte. Traditionen bewahren hei├čt nicht Asche, sondern die Glut weiterzugeben. Die Landesgruppe der Ostpreu├čen k├Ânne sich ihrer weiteren Unterst├╝tzung sicher sein. Dieses Treffen hat das Justizministerium M-V mit 10.000 Euro gef├Ârdert. Die versammelten Ostpreu├čen dankten es der Ministerin mit st├╝rmischem Applaus. Sodann hie├č der Schweriner Stadtpr├Ąsident Stephan Nolte die Ostpreu├čen mit freundlichen Worten in der Landeshauptstadt willkommen, w├Ąhrend der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Hacker versicherte, weiter die Belange der Vertriebenen zu vertreten.
Erstmals war der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreu├čen, Stephan Grigat, zum Landestreffen nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Sein Credo angesichts der ├╝berf├╝llten Halle: Ostpreu├čen lebt ! Auch wenn das Land als deutsche Provinz verloren ist und seine Bewohner den Totalverlust von Heimat und Eigentum hinnehmen mussten, hat Ostpreu├čen eine Zukunft. Die Landsmannschaft selbst ist in der Heimat aktiv – sie unterst├╝tzt die deutschen Vereine in Ermland und Masuren sowie im Memelland, unterh├Ąlt Verbindungsb├╝ros in Allenstein und Memel und organisiert kommunalpolitische Kongresse mit polnischen, russischen und litauischen Verwaltungen. N├Âtig bleibt aber, Ostpreu├čen im Bewusstsein der ├ľffentlichkeit, besonders der Jugend, lebendig zu halten. Dazu soll auch das geplante Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin dienen. Mit einem Zitat von John F. Kennedy appellierte Stephan Grigat abschlie├čend an seine Landsleute: ÔÇ×Frage nicht, was Deutschland f├╝r Dich tut – frage, was Du f├╝r Ostpreu├čen tun kannst!“ F├╝r seine Rede erhielt der Sprecher viel Beifall. Gr├╝├če direkt aus der Heimat ├╝berbrachten Magdalena Piklaps vom Verein der Deutschen im Memelland und Barbara Ru┼╝ewicz vom Dachverband der deutschen Vereine in Ermland und Masuren. Beide gratulierten Manfred Schukat zum 20-j├Ąhrigen Jubil├Ąum der Ostpreu├čen-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern, ├╝berreichten liebevoll gefertigte Andenken und luden herzlich zum Besuch der Heimat ein. Der Landesgesch├Ąftsf├╝hrer der Deutschen Kriegsgr├Ąberf├╝rsorge, Karsten Richter, zeichnete die Landesgruppe der Ostpreu├čen zum zweiten Mal mit der Anerkennungsplakette des Volksbundes in Gold aus, weil deren Reisegruppen auch in diesem Jahr wieder 15 Kriegsgr├Ąberst├Ątten im Osten besuchten und die Arbeit der Kriegsgr├Ąberf├╝rsorge unterst├╝tzen. Alle Redner erhielten f├╝r ihre Ausf├╝hrungen nicht nur den Applaus der versammelten Ostpreu├čen, sondern auch Original K├Ânigsberger Sekt. Die gemeinsam gesungene Nationalhymne beendete die Feierstunde. Das Wehrbereichsmusikkorps Nr. 1 stellte mit flotten M├Ąrschen und Polka-Weisen noch einmal sein exzellentes K├Ânnen unter Beweis. Die Spendensammlung w├Ąhrend dieses Benefizkonzertes erbrachte etwa 1.500 Euro zugunsten der Deutschen Kriegsgr├Ąberf├╝rsorge, die auch mit einem Informationsstand pr├Ąsent war. Bei Nachforschungen konnten gleich sechs Soldatenschicksale f├╝r die Angeh├Ârigen aufgekl├Ąrt werden. Als der Startschuss zum Mittagessen folgte, hatte die Gastronomie der Halle ausreichend Portionen vorbereitet, die Ausgabe klappte z├╝gig. Dicht umlagert wurden auch die Anklamer Verkaufsst├Ąnde mit Heimatliteratur, Landkarten und B├Ąrenfang, letzterer mit Rekordums├Ątzen von 4.500 Flaschen. Der Stand des Ostpreu├čenblattes (PAZ), ein Bernsteinverkauf und die Handarbeiten der Schweriner Ostpreu├čenfrauen vervollst├Ąndigten das Angebot.


Ostpreu├čen hoch 3

Am Nachmittag gab es ein kulturelles Nonstop-Programm vom Feinsten: Den Reigen er├Âffnete der 50-k├Âpfige Landchor Br├╝sewitz mit musikalischen Gr├╝├čen aus Mecklenburg. Anl├Ąsslich des Jubil├Ąums waren 130 Mitwirkende aus allen drei Teilen Ostpreu├čens angereist. Aus dem Memelland kamen die Ch├Âre ÔÇ×Heide“ aus Heydekrug (┼áilut─Ś), ÔÇ×Lied der Heimat“ aus Memel (Klaip─Śda) und die Musikgruppe des Hermann-Sudermann-Gymnasiums Memel extra nach Schwerin mit je zwei Tagen Hin- und R├╝ckreise. Ihre deutschen, litauischen und ostpreu├čischen Volkslieder  und –t├Ąnze konnten sich h├Âren bzw. sehen lassen und vermittelten heimatliche Atmosph├Ąre. Aber auch die Ch├Âre ÔÇ×Stimme der Heimat“ L├Âtzen und ÔÇ×Warmia“ Heilsberg hatten die weite Anreise aus Masuren und dem Ermland nicht gescheut, um in Schwerin dabei zu sein – sie gaben ihr Bestes und regten die Zuh├Ârer zum Mitsingen und Schunkeln an. Zu den flotten T├Ąnzen der Jugendgruppe ÔÇ×Tannen“ aus Osterode bildeten die Sch├╝lerinnen aus Memel spontan eine Polonaise durch den Saal – die Stimmung stieg. Inzwischen war auch der russische Kant-Chor Gumbinnen in der Schweriner Halle angekommen. Unter der Leitung von Tatjana Matwejewa boten die S├Ąngerinnen und S├Ąnger eine bunte Folge russischer und internationaler Volkslieder und geistlicher Chor├Ąle, aber auch deutsche und vor allem ostpreu├čische Volks- und Heimatlieder. Gro├če Resonanz von seinen alten und neuen Fans erhielt ebenso Ostpreu├čen-S├Ąnger Bernd Krutzinna alias BernStein aus Kiel, der den gesamten Nachmittag professionell und z├╝gig moderierte. Auch der Shanty-Chor ÔÇ×De Klaashahns“ aus Rostock-Warnem├╝nde trug mit seinem maritimen Programm sehr zum Gelingen des Treffens bei, manches P├Ąrchen schwenkte dazu sogar das Tanzbein. Kaum einer wollte nach Hause gehen, die meisten Besucher waren bis zum H├Âhepunkt geblieben - dem ÔÇ×Gro├čen Finale“, zu dem 180 Mitwirkende auf die B├╝hne gerufen wurden. Ministerialrat Ulrich Hojczyk vom Justizministerium M-V sprach der Landesgruppe der Ostpreu├čen seine Anerkennung aus, solch ein Programm auf die Beine zu stellen. Dann wurde mit gegenseitig gereichten H├Ąnden noch einmal das Ostpreu├čenlied angestimmt. Ehe die Busse abfuhren, dankte Manfred Schukat in seinem Schlusswort allen Landsleuten f├╝r ihr Kommen sowie den Helfern f├╝r ihren enormen Einsatz. Er lud die Ostpreu├čen ein zum 18. Landestreffen am 5. Oktober 2013 im Jahn-Sport-Forum Neubrandenburg. Im n├Ąchsten Jahr sind auch wieder zahlreiche Heimatfahrten geplant. So ging ein Tag zu Ende, der den Ostpreu├čen im Land viel zu geben hatte: Gro├če Wiedersehensfreude war zu beobachten, Kontakte wurden gekn├╝pft und Anregungen mit nach Hause genommen. Es war wohl das bisher sch├Ânste Landestreffen, und wer nicht dabei war, hat etwas vers├Ąumt. Das Echo einer Ostpreu├čin aus Neum├╝nster brachte es auf den Punkt: ÔÇ×Mir ging das Herz auf!“
             Friedhelm Sch├╝lke, Anklam
17. Ostpreu├čentreffen 2012 in Schwerin

K├Ânigsberger Gebiet:  Neue Gesichter an der Regierungsspitze

K├Ânigsberg (Pr). An der F├╝hrungsspitze des K├Ânigsberger Gebietes gab es nach der Ernennung des Interims-Gouverneurs Anton Alichanow im Oktober 2016, der einer Dynastie verdienter Staatsbeamter entstammt und mit seinen gerade einmal 30 Jahren der mit Abstand j├╝ngste Inhaber eines solchen Amtes in der neueren Geschichte Ru├člands ist, mehrere Personalwechsel.

Zun├Ąchst mu├čten viele Gefolgsleute von Alichanows Amtsvorg├Ąnger Nikolaj Zukanow gehen, der sich eine nach Ansicht mancher Beobachter ÔÇ×zu gro├če N├Ąhe zu seiner Herkunftsprovinz“ bewahrt hatte und nun in seinem neuen Amt als ÔÇ×Beauftragter des Pr├Ąsidenten f├╝r die Nordwestgebiete“ und damit formal gesehen als Alichanows Vorgesetzter dem Jungpolitiker im Verbund mit seinem alten Netzwerk wohl mancherlei Stein in den Weg gelegt hatte. Mit Korruptionsvorw├╝rfen konfrontiert sahen sich u.a. Alexander Worobjow, der zuletzt als Beauftragter f├╝r das Eigentum der Gebietsregierung t├Ątig war, Amir Kuschchow, Bauminister, und Andrej Kolesnik, Gebietsleiter der Regierungspartei, die deshalb ebenso wie einige ÔÇ×kleinere Fische“ ihren Hut zu nehmen hatten. Auch Sportminister Igor Belousow wurde seines Postens enthoben, da man ihm vorwarf, den Bau der f├╝r die Fu├čballweltmeisterschaft 2018 ben├Âtigten neuen K├Ânigsberger Sportst├Ątten nicht hinreichend vorangebracht zu haben.

Neuer Vize-Premier wurde Wladimir Maschkow, der bisher als B├╝rgermeister die Stadt Nowouralsk regierte und den jungen Premier mit der Erfahrung seiner nun bald 63 Lebensjahre unterst├╝tzen will. Das bei Jekaterinburg gelegene Nowouralsk ist eine sog. ÔÇ×Geschlossene Stadt“ und als solche Teil des russischen Nuklearprogramms. Als Vermittler der neuen Position Maschkows soll denn auch der im Stab des russischen Pr├Ąsidenten wirkende Innenpolitiker Alexander Charitschew fungiert haben, der zuvor f├╝r die Regionalkontakte des staatlichen Atomkonzerns Rosatom zust├Ąndig war und eng mit dessen langj├Ąhrigem Vorsitzendem Sergej Kirijenko verbunden ist, der im Oktober 2016 zum Stellvertretenden Leiter der russischen Pr├Ąsidialadministration ernannt wurde. Ob sich Rosatom von Maschkow eine Wiederbelebung seines eigentlich toten Kraftwerksprojekts an der Memel verspricht,ist bisher unklar. Sollte dies der Fall sein, w├╝rden sich allein schon ob der Infragestellung des Rufs Ostpreu├čens als ÔÇ×├ľko-Region“ dauerhaft katastrophale Folgen sowohl f├╝r die Landwirtschaft als auch f├╝r den Tourismus und damit eine ernsthafte Gefahr f├╝r die Zukunft des gesamten Gebietes ergeben.

Als weiterer Vize-Premier neben Maschkow wurde Ilja Barinow ernannt. Der erst 39-j├Ąhrige studierte Psychologe war zuvor im russischen Pr├Ąsidialamt zun├Ąchst f├╝r Religionsfragen und das Programm ÔÇ×Offene Regierung“ zust├Ąndig und wechselte dann 2014 ins B├╝ro der Stellvertretenden Regierungschefin Olga Golodez. In K├Ânigsberg wird er die Sozialpolitik der Gebietsregierung koordinieren.

Kein Mitglied der Regierung, aber f├╝r K├Ânigsberg besonders wichtig ist Michail Berednikow, der neue Vize-Stellvertreter des Pr├Ąsidenten der Russischen F├Âderation und ÔÇ×Kurator“ f├╝r das K├Ânigsberger Gebiet. Seine Amtseinf├╝hrung wurde pers├Ânlich von seinem Vorgesetzten Nikolaj Zukanow geleitet. Berednikow ist dem Gebiet bisher nur durch seine von hier stammende Frau, nicht aber als potentiell ÔÇ×belasteter“ Amtstr├Ąger verbunden, so dass man von ihm eine idealistische Unterst├╝tzung des jetzigen Interims-Gouverneurs erwartet.

Im September will sich Anton Alichanow erstmals einer dann regul├Ąr anstehenden Gouverneurswahl durch die K├Ânigsberger Bev├Âlkerung stellen, wof├╝r der Kreml seinem jungen Hoffnungstr├Ąger bisher demonstrativ jede Unterst├╝tzung gew├Ąhrt hat.

Thomas W. Wyrwoll Aus: PREUSSENKURIER HEIMATNACHRICHTEN F├ťR OST- UND WESTPREUSSEN IN BAYERN Ausgabe 2 / 2017

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